Liebe ist stärker als Angst

Manchmal fühlen wir eine tiefe Verbundenheit mit der Welt und allem Leben auf dieser Erde. Das sind Momente, in denen wir ganz erfüllt sind, unser Leben einen Sinn macht und wir wissen, warum und wozu wir da sind. Doch dann gibt es da auch diese andere Seite. Dort fühlen wir uns niedergeschlagen, isoliert und voller Angst, was bis hin zur Feindseligkeit gegen andere gehen kann. Wenn es uns so geht, sind wir weit entfernt von unserem wahren Sein. Oft meinen wir dann, äußere Umstände wären dafür verantwortlich, das Wetter, die Nachbarn, Pech oder Glück. In Wahrheit jedoch liegt der Ursprung von diesem höchst unterschiedlichen Erleben in uns selbst.
Genau genommen gibt es nur 2 Bewusstseinsebenen, die unsere Wahrnehmung bestimmen: Liebe oder Angst. Und je nachdem, in welchem Bewusstsein wir uns gerade bewegen, kommt uns das Leben ‘grausam“ und mal „wundervoll“ vor.

Angst ist anders gesagt die Abwesenheit von Liebe. In diesem Zustand haben wir uns von uns selbst so entfernt, dass wir unsere eigentliche Essenz „Liebe“ nicht mehr wahrnehmen. Ängste spalten uns ab, sie hindern uns daran, unsere Einheit mit allem was ist zu erkennen und vernebeln uns die Sicht auf unser eigentliches Licht, das uns bis in jede Zellebene durchdringt.

Angst als Gegenspieler der Liebe

Vergleichen wir einmal die Liebe mit der Angst: Die Liebe sucht Möglichkeiten zum Geben. Sie fragt: „Was kann ich für andere tun?“ Die Angst fragt: „Was wird er mir antun?“ Die Liebe „rechnet das Böse nicht zu“; die Angst tut fast nichts anderes. Die Liebe „glaubt alles“; die Angst ist höchst misstrauisch. Die Liebe ist mit den heutigen Aufgaben so beschäftigt, dass sie keine Zeit hat, an morgen zu denken. Die Angst fragt: „Was wird werden?“
Angst hat immer mit mangelndem Urvertrauen zu tun. Angst ist die Sorge statt Fülle würde Mangel eintreten, statt Leben der Tod, statt unseres Seins ein Nichtsein erfolgen, ein Ausgelöscht werden. In diesem Mangelbewusstsein kennt unser Gehirn nur drei Möglichkeiten des Handelns: Flucht, Kampf oder Erstarren. Der Flüchtende sucht sein Heil in der Flucht, im Rückzug vor der Welt und vor den Menschen. Der Kämpfende geht in die Täterrolle und entscheidet sich dafür, sich nichts mehr gefallen zu lassen und sich durchzusetzen. Und der Erstarrte geht in die Opferrolle und versucht, sich den Gegebenheiten irgendwie anzupassen. Alle drei Formen des Handelns erzeugen jedoch nur neues Leid: Wer flüchtet und sich von der Welt zurückzieht, sieht sich bald einsam und isoliert, wer zum Täter wird, beginnt irgendwann auch damit, das zu zerstören, was er am meisten liebt, und wer sich für die Opferrolle entscheidet und versucht, sich anzupassen, wird immer weniger Kraft haben. All das erzeugt weitere Mangelgefühle, aus denen heraus wir erneut zu den altbekannten Mustern greifen und damit in die nächste Runde gehen. Dadurch bleiben wir im System der Angst gefangen.

Störend wirken auf uns die Ängste die uns von Kindheit an eingeimpft wurden. Wenn du dich beispielweise in deiner Kindheit aufgrund von Autoriten abgelehnt gefühlt hast, kann sich im späteren Leben daraus die Angst entwickeln abgelehnt zu werden was bedeutet, dass du darauf bedacht bist, dass dich niemand ablehnt, weil du die Ablehnung fürchtest. Ein gutes Beispiel ist auch die Eifersucht. Da könnte man auf den ersten Blick sagen, dass es einfach Eifersucht ist; man ist vielleicht einfach ein eifersüchtiger Typ. Aber man kann das natürlich auch anders betrachten und sehen, was eigentlich dahinter steckt und zwar die Angst nicht gut genug zu sein, die Angst abgelehnt zu werden, vielleicht auch die Angst verlassen zu werden. Und vielleicht auch die Erinnerungen aus der Kindheit wo man von Menschen die man geliebt hat verlassen wurde. Und das ist nur ein Beispiel wo Angst hinter einem erst einmal anders aussehendem Gefühl steckt, wie in diesem Fall die Eifersucht.

In der Folge von diesen Gefühlen haben wir wesentliche Persönlichkeitsanteile verdrängt, lauter Eigenschaften, die wir nicht mehr an uns dulden können. Das führt zu einem Gefühl des Mangels. Diesen Mangel nehmen wir sehr wohl wahr, während uns seine Ursache nicht mehr bewusst ist. Wir sehen unser Unglück in der Außenwelt, und suchen dort auch unser Glück – etwas, das uns das Fehlende ersetzt, das den Mangel ausgleicht und uns wieder heil macht. Das kann Liebesglück sein, Dinge die man sich kauft bis hin zu Sucht und Drogenkonsum.

Gehören Ängste zum Menschsein?

Es geht nicht darum, Angst aus dem Leben zu eliminieren oder Angst als etwas schlechtes darzustellen, das wir diese möglichst wegschieben oder verschwinden lassen sollen. Es soll vielmehr darum gehen, wie man mit Angst trotzdem mutig durch das Leben gehen kann. Denn jemand, der mutig ist, hat nicht zwangsläufig keine Angst mehr, sondern er ist nicht mehr voller Furcht, sondern er nimmt diese Angst mit, akzeptiert sie, und geht trotzdem durch die Situationen vor denen er eben Angst hat.
Es geht also vielmehr darum, von der Angst in die Liebe zu gehen, und welche Methoden es gibt aus dieser starken Angststarre herauszukommen.

In „ein Kurs in Wundern“ wird deutlich, dass Angst nur einen Zustand beschreibt, so wie Dunkelheit und Dunkelheit beschreibt ja auch nur die Abwesenheit von Licht. So beschreibt Angst nur die Abwesenheit von Liebe. Wir nennen es Angst, aber eigentlich gibt es Angst gar nicht, dieser Zustand beschreibt einfach nur die Abstinenz (so wie wenn Licht nicht da ist und Dunkelheit dafür erscheint und wir es Dunkelheit nennen).

Welche Hilfsmittel gibt es, um von Angst in Liebe zu kommen?

Hört sich vermutlich komisch an, es ist jedoch einfaches Gebet was dir schnell und effektiv aus deinem Gefühlschaos hilft.

„Bitte heile meine auf Angst basierenden Gedanken“

Diese einfache Gebetsformel hat tatsächlich das Potential deine Ängste und Glaubensmuster auf einfache Art und Weise aufzulösen. Was besonders schön daran ist, ist die Einfachheit dieser Methode. Du sprichst täglich immer wieder nur dieses einfache Gebet: „Bitte heile meine auf Angst basierenden Gedanken“
Sieben kleine Worte – Das einzige Gebet, das Sie wirklich brauchen
von Debra Landwehr Engle ist die Grundformel, die erweitert werden kann, je nachdem welches Thema gerade ansteht. Du kannst diese Formel für jede Angst noch ergänzen, nehmen wir z.B. das Thema Angst vor Arbeitsplatzverlust. Dann verwende das Gebet wie folgt: Bitte heile meine auf Angst basierenden Gedanken über die Zukunft, damit ich aus meiner wahren Quelle Sicherheit und Trost schöpfen kann.
Wenn du stets Schwierigkeiten mit unglücklichen Liebesbeziehungen hast, dann nutze diese Version: Bitte heile meine auf Angst basierenden Gedanken über meinen Selbstwert, damit ich wahre und unverbrüchliche Liebe erfahren kann, die ich verdient habe.

Die Essenz der Liebe

Wenn du dich in deiner wahren Essenz „Liebe“ befindest und die Ängste hinter gelassen hast, nimmst du dich selbst mit all deinen Anteilen als Ganzes bedingungslos an. Daraus entstehen ein Wohlbefinden und ein Gefühl der Fülle. In diesem Bewusstsein hast du all deine Persönlichkeitsanteile zur Verfügung, um sie jeweils angemessen einzusetzen: Du flüchtest dann, wenn es besser ist, zu fliehen, da es keinen Sinn macht, dich einem übermächtigen Gegner zu stellen. Du kämpfst, wenn es nötig ist, sich zu verteidigen. Und du bist durchaus in der Lage, dich anzupassen, wenn dies erforderlich ist. Doch du bist in keinem dieser Muster gefangen.
Du bist in vollkommener Liebe zu dir selbst und spürst den Reichtum in deinem Inneren, das Gefühl des Mangels ist verschwunden und du hast das Bedürfnis, etwas von dieser Fülle in die Welt zu geben. Du fragst dich also weniger, was du von der Welt oder von anderen haben möchtest, sondern wie du die Welt zu einem besseren Ort machen kannst. Die Frage ist dann nicht mehr, ob dich jemand angelächelt hat, sondern ob du ein Lächeln schenken konntest. Es kommt dir nicht mehr darauf an, Glück zu haben, sondern es zu geben, und bei Regen freust du dich für die Natur und an ihrem Gedeihen.

Und diese Lebenseinstellung hat etwas Magisches an sich – da wir so viel Lächeln schenken, bekommen wir auch ganz viel Lächeln zurück. Da wir mit unserer Liebe andere stärken, bekommen wir immer mehr Liebe zurück, und damit die Kraft, noch mehr Liebe in die Welt zu bringen. Dadurch fühlen wir uns zutiefst mit allem Leben verbunden. Wir werden von der Essenz der Liebe getragen.

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